Junge lachende FrauWenn die Haut elastisch und gut durchfeuchtet ist, spricht man von gesunder Haut und einer schönen Hautqualität. Kann die Haut viel Feuchtigkeit speichern, wirkt sie jugendlich und prall-elastisch. Sie hat dann einen schönen „Glow“.

Im Alter nimmt jedoch die Fähigkeit der Haut ab, die Feuchtigkeit zu speichern. Zudem wirkt sich unser hektischer Alltag mit äußeren Einflüssen wie Feinstaub, Sonnenlicht, aber auch dem Blue Light bei viel Bildschirmarbeit, negativ auf die Hautqualität aus. Manche Menschen sind mit „guten Genen“ gesegnet, die ihnen bis ins hohe Alter eine gute Hautqualität ermöglichen. Die Mehrzahl der Menschen jedoch merkt im Alter, dass sich die Hautqualität verschlechtert.

Egal ob mit 20, 30, 50, 60 oder 80 – was Sie für Ihre Hautqualität tun können

Helfen Hausmittelchen wie viel Wasser und ausreichend Schlaf, um meine Hautqualität zu verbessern?

Ein gesunder Lebensstil mit ausreichend Schlaf, viel Wasser, täglichem Sonnenschutz und einer guten Ernährung mit gesunden Vitalstoffen, wie Antioxidantien, sind die Basis für die Verbesserung und Erhaltung der Hautqualität. Darüber hinaus kann die kosmetische Dermatologie noch weiter zur Verbesserung der Hautqualität beitragen.

Welche Möglichkeiten habe ich, meinen müden Teint zu behandeln?

Die oben genannten „Hausmittelchen“ sind schon einmal eine gute Basis. Des Weiteren bietet die Dermatologie hochmoderne Therapien an, die ebenfalls signifikante Verbesserungen der Haut bewirken können. Wie bekanntesten Behandlungesmmethoden für eine schöne Haut sind:

1. Das Vampirlifting mit „Platlet rich plasma“ (=PRP), auch Autologes Conditioniertes Plasma (ACP)

Korb mit viel frischem Gemüse

Aus Hollywood ist uns der Name „Vampirlifting“ bekannt, doch was steckt dahinter?

In Ihrem eigenen Blut verstecken sich ungeahnte Booster für Ihre Hautgesundheit. Dafür wird dem Patienten Blut abgenommen und in speziellen Zentrifugen aufbereitet. Das so entstandene Serum wird dann in kleinen Injektionen in die Haut gespritzt. Die Selbstheilungskräfte der Haut erhalten einen Schub und das Potenzial der Haut, sich selbst zu regenerieren, wird aktiviert. Neue Kollagenfasern werden gebildet und Entzündungen in der Haut gehemmt. Für ein optimales Resultat wird die Behandlung initial dreimal durchgeführt, um dann im Bedarfsfall wiederholt zu werden. Das PRP/ACP kann nicht nur zur Verbesserung der Hautqualität eingesetzt werden, sondern unter anderem auch für die Behandlung von Akne-Narben. Ihr Dermatologe kann auch eine Kombinationstherapie mit einem fraktionierten Laserverfahren durchführen. Diese Therapie ist für jedes Alter geeignet. Kleine Fältchen werden damit gemildert, die Haut bekommt neue Strahlkraft und wirkt wie „frisch aus dem Urlaub“.

2. Beauty-Booster zur Verbesserung der Hautqualität

Arzt sprizt junger Frau Hyaluronsäure

Leichte Hyaluronsäuren geben Feuchtigkeit in die Tiefe der Haut ab und sorgen für einen langanhaltenden Frischekick. Hyaluronsäure kommt natürlicherweise in unserer Haut vor und bindet Feuchtigkeit. Zusätzlich wird die Neubildung von Kollagen stimuliert und es kommt zu einem nachhaltigen Verjüngungseffekt mit einem absolut natürlichen Ergebnis. Die verfügbaren Produkte sind beispielsweise Skinbooster Vital, Skinbooster Vital light oder Belotero Revive. Dank modernster Injektionstechniken können diese Präparate mit der geringstmöglichen Ausfallzeit (Down-Time) appliziert werden. Oft wird Ihr behandelnder Dermatologe dazu raten, die Behandlung ein oder zweimal im Abstand von 4-6 Wochen zu wiederholen, um das Ergebnis zu stabilisieren. Diese Behandlung ist ebenfalls für jede Altersgruppe geeignet. Ihr Dermatologe kann Sie beraten, ob ggf. eine konventionelle Hyaluronsäurebehandlung kombiniert werden kann, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen.

3. Laserbehandlungen zur Verbesserung der Hautqualität

Auch durch moderne Lasertechnologie kann die Hautqualität verbessert werden. Man unterscheidet hier zwischen ablativen und nicht-ablativen Verfahren. Bei den ablativen Verfahren muss man mit etwas mehr Ausfallzeit rechnen, weil sich die Haut nach der Behandlung schälen kann. Bei den nicht-ablativen Verfahren ist dies nicht der Fall. Die oben genannten Behandlungsverfahren fasst man häufig unter “Skin Resurfacing” zusammen.

Der Laser wird häufig fraktioniert eingesetzt, das heißt er trifft nur auf mikroskopisch kleine Areale. Damit wird das angrenzende Gewebe geschont und es entsteht eine Art Gittermuster. In der Tiefe wird die Neubildung von Kollagenfasern angeregt, die Oberfläche der Haut wird abgetragen und so zur Erneuerung angeregt. Die Poren werden verfeinert und die Haut wird straffer. Im Ergebnis erzielt man spürbar glatte und zarte Haut nach einer Regenerationsphase von etwa 5-7 Tagen.

Die Lasertherapie kann auch mit den oben erwähnten Beauty-Boostern oder der PRP/ACP- Therapie kombiniert werden, um eine optimale Hautverjüngung zu erzielen. Um nach der Laserbehandlung eine unschöne Verfärbung der Haut zu vermeiden, sollten Sie nach der Behandlung für ca. 6 Wochen täglich Sonnenschutzcreme tragen.

Welche Inhaltsstoffe in Cremes und Seren können hilfreich sein?

Gut untersuchte Inhaltsstoffe, deren Wirkung auf die Hautqualität durch Studien belegt ist, sind die sogenannten Fruchtsäuren (AHA: Alphahydroxysäuren wie Glykolsäure und Milchsäure) sowie die sogenannten BHA (Betahydroxysäure = Salicylsäure). Diese auch als chemische Peelings bezeichneten Stoffe, lösen die oberste abgestorbene Hautschicht ab, was die die Hauterneuerung fördert. Nach einer Behandlung mit Fruchtsäure kann die Haut die eigentliche Pflege besser aufnehmen. Bei der Anwendung ist jedoch etwas Vorsicht geboten. Empfindliche Haut muss sich erst langsam an die chemischen Peelings gewöhnen. Unreine Haut kann besonders von BHA profitieren, da diese zusätzlich entzündungshemmend wirken.

Weitere gut erforschte und wirksame Inhaltsstoffe, die in der Dermatologie zur Anwendung kommen, sind Vitamin-A-Säure-Derivate, auch als Retinoide oder Retinol bekannt. Diese können Falten vorbeugen und sorgen für einen frischen Teint. Lassen Sie sich vor Beginn einer Pflegeroutine mit Retinol und verwandten Präparaten dennoch von ihrem Dermatologen beraten, um empfindliche Haut nicht zu reizen.

 

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